In den letzten Jahren haben sich die Wohn- und Lebensbedingungen in den Städten verändert. Immer häufiger zeigen sich in bestimmten Wohnquartieren soziale Probleme, bedingt durch Arbeits- und Perspektivlosigkeit, insbesondere unter den Jugendlichen, durch Schwierigkeiten im nachbarschaftlichen Zusammenleben, nicht selten in Verbindung mit Mängeln der Wohnungs- und Wohn­umfeldqualität. Andererseits gibt es in diesen Stadtteilen oft auch eine große Solidarität innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, aktive Selbsthilfegruppen, die versuchen, ihr Anliegen voranzubringen und auch engagierte Unternehmen, die sich für den Stadtteil und seine Bewohner einsetzen. Im Rah­men des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" soll anhand von konkreten Maßnahmen die Situation in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf verbessert werden: durch Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung, die Qualifizierung von Jugendlichen, Verbesserung der sozialen Infrastruktur und weitere Maßnahmen im Bereich der Familien- und Jugendpolitik.

Im Rahmen der vorliegenden Erhebung wurde eine quantitative und qualitative Bestands­aufnahme im Handlungsfeld Wirtschaft, Arbeit und Bildung durchgeführt. Zielgebiet war das Ingolstädter Nordwest-Viertel in den im Programm „Soziale Stadt" ausgewiesenen Gren­zen bzw. Unterbezirken Herschelstrasse, Piusviertel und Richard-Strauß-Strasse. Fallweise wurden angrenzende Teilräume in Fragestellungen einbezogen.